Entstehung Strafvollzug

mos
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Re: Entstehung Strafvollzug

Beitrag von mos » 17 Mär 2009, 23:19

Sag ich doch, der Bunker war in 1.
1 war auch noch mal separat abgesichert mit einem Zaun wie ein Hochsicherheitstrakt.

Dessauer
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Re: Entstehung Strafvollzug

Beitrag von Dessauer » 22 Jun 2013, 17:37

Hallo zusammen,

heute, vor genau 45 Jahren sind wir von Berndshof nach
Schwedt gekommen und damit war das neue Militärgefäng-
nist eröffnet...

Dessauer

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Detlef
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Re: Entstehung Strafvollzug

Beitrag von Detlef » 23 Jun 2013, 01:29

Hallo Dessauer,

normalerweise werden ja "Jahrestage" gefeiert, in dieser Geschichte (Deiner) wohl lieber nicht.
Das ist schon ein halbes Menschenleben her - und für alle, die dort waren ist es, als wäre es gestern -
(zu mindestens bei jenen, die sich intensiver mit der Geschichte befassen).

Ich bin schon sehr auf Eure Berichte / Erzählungen aus dem Militär-Strafvollzug gespannt.

detlef
3 Monate Strafdienst in der Disziplinareinheit vom 20.09.1983 bis 15.12.1983
Es ist geschehen und folglich kann es wieder geschehen. Darin liegt der Kern dessen, was wir zu sagen haben.

baustus
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Re: Entstehung Strafvollzug

Beitrag von baustus » 26 Jun 2013, 19:26

es gibt ein etwas neueres gerichtsurteil (mach einem sicher schon bekannt) zum "Dienst in der Disziplinareinheit", das überaus interessant für die inhaftierten der "DE" ist. hier ein auszug aus dem urteil: unter verwaltungsgericht meiningen: 8 K 609/08 Me
.....

----Hier ist auch
ausgeführt, dass er an diesem Zeitpunkt schon offenbar 18 Tage in militärischer Haft gewesen
sei und für zwei Monate nach Schwedt solle.

Das Thüringer Oberlandesgericht hat im Beschluss vom 03. September 2009, Az.: 1 Ws Reha
15/09, ausgeführt, dass die Versetzung in die Disziplinareinheit Schwedt zum 14.03.1984
rechtsstaatswidrig erfolgt sei. Zur Begründung ist ausgeführt, dass der Aufenthalt dort unter
haftähnlichen Bedingungen gesehen werden müsse und demgemäß dem strafrechtlichen Rehabilitierungsgesetz
unterliege. Weiter ist ausgeführt, dass auf Grund der Feststellungen im
Bescheid über die Versagung einer verwaltungsrechtlichen Rehabilitierung davon auszugehen
sei, dass der Kläger die militärische Disziplin während seines Grundwehrdienstes wiederholt
nicht eingehalten habe und es deshalb zu Disziplinarmaßnahmen einschließlich Arrest gekommen
sei. Es sei unter anderem mithin davon auszugehen, dass der Kläger im Arrest in
Sondershausen körperlich misshandelt und wegen seines Aufbegehrens dagegen mit der Versetzung
in die Disziplinareinheit Schwedt bestraft worden sei.
Nach Auffassung des Gerichts ist offenkundig, dass die Verhängung eines Arrestes während
des Grundwehrdienstes und anschließend die Versetzung nach Schwedt unter disziplinarrechtlichen
Gesichtspunkten eine Vorgeschichte haben muss, die hier offenkundig darin bestand,
dass sich der Kläger in den Augen seiner Vorgesetzten unangepasst verhalten hat, was
sich dann in der Verhängung von disziplinären Maßnahmen wider gespiegelt hat. Für diese ....------


... der gesamte text unter o.g. nummer steht im netz

baustus

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ThomWelz
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Re: Entstehung Strafvollzug

Beitrag von ThomWelz » 28 Jun 2013, 21:04

Mensch Dessauer, (Auix, Claus, Ferdi, Hans und Olli)

als sich Deine Nachricht vom 22.06. gelesen habe, fiel es mir wie Schuppen von den Augen: der 22. Juni!
Das wir darauf nicht früher (und gemeinsam) gekommen sind!

Der 22. Juni ist der zweifelsfrei Sinnträchtigste Tag, um über das Militärgefängnis Schwedt nachzudenken, zu reflektieren, zu erinnern!

Wir sollten den 22. Juni zum „Tag der Erinnerung“ (am verbliebenen Rest-Ort der Erinnerung) machen. Den Tag, und zwar jedes Jahr, an dem sich alle ehemaligen zur Erinnerung in Schwedt treffen. –Ein besseres Datum gibt es nicht, und eine bessere Begründung auch nicht. Die meisten ‚Jahrestage’ haben keinen überwiegend positiven Hintergrund für den Einzelnen. –Sonst würden sie ja auch nicht zur Erinnerung für alle herangezogen werden können. Der 22. Juni gehört zum Militärgefängnis wie die Oder zu Schwedt. Das ist es!
Warum da keiner früher drauf gekommen ist: Schwedter-Treffen kann man eigentlich nur am 22.06. jedes Jahr durchführen (manchmal sieht man halt den Wald vor lauter Bäumen nicht!).

Wenn Du/ Ihr nichts dagegen habt, schlage ich vor:

Am 22. Juni eines jeden Jahres sollte ein Schwedter „Erinnerungstag“
mit einem kurzen und freiwilligen Treffen aller ehemaligen vor dem Rest der „steinernen Zeugnisse“ stattfinden.

Was hältst Du/ Ihr davon?
Ich bin dafür, und vielleicht können sich für die Begründung dieser „Erinnerungs-Kultur“ ja auch noch andere bereitfinden. Solch eine Tradition würde ich jedenfalls als Sinn stiftend und sinnvoll empfinden.

Ganz herzliche Grüße
ThomWelz

PS.: Der 22. Juni 2014 ist übrigens ein Sonntag. Das würde es vielen ehemaligen auch zusätzlich ermöglichen diese neue Tradition mit zu begründen.
..."Nicht das Erzählte reicht, das Erreichte zählt!"...Militärstrafarrestant 05.10.1978 - 03.03.1979 (MSG Nummer 362/78)

Steffen
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Re: Entstehung Strafvollzug

Beitrag von Steffen » 29 Jun 2013, 10:36

Hier noch mal für alle, warum 22.06.

Hallo zusammen,

auf Anfrage beim Militärgeschichtlichen Forschungsamt (MGFA) wurde mir
mitgeteilt, daß das MSG Schwedt am 22. Juni 1968 eröffnet wurde.

Dessauer

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