Fernsehfilm " Der Turm "

mit Bezug auf Schwedt
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Dresdner
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Fernsehfilm " Der Turm "

Beitrag von Dresdner » 11 Okt 2012, 12:58

Bei dem in der ARD ausgestrahlen Film " Der Turm" gab es im zweiten Teil ein paar Szenen die in Schwedt spielen sollten.

Warum die Hauptfigur nach Schwedt kam, habe ich nicht ganz so verstanden ( wie so vieles in dem Film nicht... ) , auf jeden Fall war die Darstellung eine völlig verdrehte :

Es wurde nicht Schwedt gezeigt, sondern ein normales Gefängnis ( glaube mich zu erinnern, das es Görlitz oder Zittau war ), mit festen Wänden und vergitterten Fenstern.

Bei der Einlieferung waren mehrere Posten zu sehen, die mit Hunden im Hof rumstanden / rumliefen.
Da die Einlieferung in den 80-er Jahren gewesens ein soll, ist das - nach meinem Kenntnisstand - unmöglich, da es zu dieser Zeit keine Hunde mehr in Schwedt gab. Zudem waren diese zu MdI Zeiten nur als "Laufhunde" im Einsatz, und wurden nicht durch das Wachpersonal geführt.

Dresdner

baustus
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Re: Fernsehfilm " Der Turm "

Beitrag von baustus » 11 Okt 2012, 15:36

da muss ich dir recht geben. einiges war verdreht. nach schwedt kam er, bzw. die beiden, wegen öffentlicher herabwürdigung. das wurde von angriff auf einen vorgesetzten, bzw. nichtausführen eines befehls dahingehend gedreht um es als politisch motivierte tat darzustellen. ja gedreht wurde wohl in zittau. das einzige was dahingehend fast absolut realistisch war, war die militärgerichtsverhandlung. die hatte die filmproduktion von mir. wir wurden ja auch zu zweit verurteilt usw.,usw.
-einziger mangelpunkt- : in meiner verhandlung gab es keine öffentlichen zuschauer(falls das so aussehen sollte im film) und natürlich schon gar nicht die eltern.
anwälte ja, gesellschaftliche vertreter, kollektivvertreter nva, stasi, mp usw. waren auch anwesend.

eine aussage des jungen christian hoffmann war etwas verwirrend und gleichzeitig rational. er schrieb sinngemäß:
....schwedt ist.... aber erstmalig in meinem leben fühle ich mich, wie ein mensch..... unter gleichgesinnten, muss mich nicht verstellen...
also man müsste sich den film nocheinmal anschauen. obwohl der film, abgesehen von den nva/schwedt-stellen die einen ja nun besonders interessierten, auf mich eher enttäuschend einwirkte. ob die wahl der darstellung einer überaus intellektuellen familie hierfür nun bezeichnend war? nun es war die filmische umsetzung des buches.

gruss baustus

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