Rückkehr in die "alte" Einheit

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Macky
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Re: Rückkehr in die "alte" Einheit

Beitrag von Macky » 22 Sep 2009, 12:06

Moin Moin

Die 2000 brauchte Dich auch nicht mehr zu fragen, denn in den meisten Fällen wurde das automatisch erledigt, und das was Du getan gesagt und geschrieben hast ging zu denen.

Ich kenne das aus eigener Erfahrung.

Gruß Mario
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F.Mayer
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Re: Rückkehr in die "alte" Einheit

Beitrag von F.Mayer » 24 Sep 2009, 17:13

Tach auch,

ich war ja auch nicht wirklich böse darüber, dass sie es nicht versucht haben. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass unter den Anderen ein Spitzel gewesen wäre. Die meisten Neuankömmlinge waren so schockiert und eingeschüchter vom Empfang in der DE (genau wie ich) dass sie erst eine Weile brauchten um wieder normal zu denken. Keiner wusste wirklich bescheid und die Erwartungen gingen vom Arbeiten im Steinbruch bis
zur Moortrockenlegung! Ich glaube man hätte es wohl gemerkt wenn einem so etwas nichts ausgemacht hätte.
Für das "Stammpersonal" allerdings würde ich keines meiner Gliedmaßen in Feuer legen!

F.Mayer

harald
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Re: Rückkehr in die "alte" Einheit

Beitrag von harald » 24 Sep 2009, 17:41

Zur damaligen Zeit hätte ich im Traum nicht daran gedacht, dass einer meiner "Mitstreiter" bei dieser "Firma" mitgearbeitet hat. Kurz vor Ende der Ära Schwedt, hatte man doch schon seine Vermutungen. Einige Jahre nach der Vereinigung habe ich es dann doch von anderen Quellen gehört, dass Der oder Der eben da mitgemacht hat.
Ich muss allerdings auch sagen, dass ich bis heute mich nicht darum bemüht habe, ob über mich auch einiges geschrieben wurde.

Harald

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Macky
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Re: Rückkehr in die "alte" Einheit

Beitrag von Macky » 24 Sep 2009, 20:27

Darüber würde ich mir keine Sorgen machen, denn jeder der dort war hat seine Akte auch bei der 2000 gehabt und da ist es egal ob Insasse oder Stammpersonal.
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F.Mayer
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Re: Rückkehr in die "alte" Einheit

Beitrag von F.Mayer » 29 Sep 2009, 10:38

Tach auch, Macky;

du scheinst dich ja mit der Stasiproblematik besonders beschäftigt zu haben. Ich habe zwei Fragen an dich:
Gibt es denn diese Unterlagen noch und kann man (ähnlich wie bei den normalen Stasi-Akten) einsicht bekommen?

F.Mayer

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Macky
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Re: Rückkehr in die "alte" Einheit

Beitrag von Macky » 29 Sep 2009, 11:35

Also das mit den Unterlagen wird nicht einfach, denn einige sind vernichtet worden und einige sind noch nicht mal als Stasi Unterlagen erkannt worden. es wäre jedenfalls günstig da mal richtig nachzuhaken. Ach ja ich habe mich nicht damit beschäftigt sondern ich habe es selbst erlebt und auch aus zuverläßlicher Quelle bestätigt bekommen.
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Beitrag von Stasi-Forscher » 30 Sep 2009, 10:08

Liebe Freunde der Aufarbeitung,

es ist leider so, dass wir bisher nicht über jeden Insassen und vom Personal Notizen oder Berichte gefunden haben.

Mit der Abt. 2000 ist ja nix anderes als die Stasi gemeint. Die war natürlich interessiert daran, auch in Schwedt "verankert" zu sein. Dafür war bis 1981 die Stasi-Struktur der Bezirksverwaltung Frankfurt/O Abteilung VII zuständig; ab 1982 die HA I - ich hab das an anderer Stelle im Forum schon versucht zu beschreiben. Bisher haben wir keinen Schrank oder Regal mit der Aufschrift "Militärstrafvollzug Schwedt" und entsprechenden Akten gefunden, daher gibts aus meiner Sicht nur den mühsameren Weg der Recherche zu Personen, von denen man weiss, dass sie mit Schwedt zu tun hatten.

Unabhängig davon ist ja anzunehmen, dass zu jedem Gefangenen / Arrestierten / Disziplinarbestraften vom Vollzug aus eine (Gefangenen-)Akte angelegt worden ist. Aber auch diese Bestände sind nicht auffindbar. Der ehem. Kommandeur Decker sagte auf dem Schwedt-Treffen im Juni, die Akten wären nach Mauerfall alle nach Strausberg gegeben worden. Das Militärarchiv kennt aber solche Bestände nicht. Wer dazwischen wann was warum wegkommen lassen hat, ist reine Spekulation.

Gruß Stasi-Forscher

Trophy
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Re: Rückkehr in die "alte" Einheit

Beitrag von Trophy » 06 Okt 2009, 23:57

Will mich hier auch mal zu Wort melden.
Also ich war von Juni - August 1989 in 1330.Nach meiner Entlassung mit dem symbolichen 20 Pfennige Stück Wurf am KDL und dem Blick nochmal zur ewigen Flamme ging es für mich wieder nach Spremberg ins PR 14.Meine Hinfahrt hatte ich in einen B 1000 und die Rückfahrt zur Einheit durfte ich alleine mit dem Zug antreten ,wobei ich mir von dem gesparten Wehrsold erstmal 2 Vierzehnfünziger Glasmantel Geschosse in der MITROPA auf dem Bahnhof in Schwedt gekauft habe und diese schön in die Füße des Ganzkörperkondoms versteckte.Danach habe ich mir meine Ausgangsuniform gegen die FDU getauscht,dazu das zusammen genähte Käppi auf halb acht und stolz meinen verzinnten Gürtel präsendtiert.Erster Halt nach Schwedt war Berlin-Ostbahnhof und ich hatte 2h Aufenhalt und das Wetter war zum küssen,zumal da schon die Ersten Kneipen offen hatten,das Bier lief da in Strömen.Hätte nicht gedacht das man nach 2 Monaten noch soviel verträgt. Naja dann ging es weiter nach Spremberg wo ich schon am Bahnhof erwartete wurde,leider ohne Auto,also zu Fuß in die Kaserne und auf die Stube wo wie erwartet mein Gepäck untersucht wurde,aber den Schnaps haben sie nicht gefunden.Es war Freitag Nachmittag und die Genossen Offiziere wollten ins WE,also hatte ich meine Ruhe vor Ihnen.Gegen Abend machte ich mich dann an den Goldbrand ran der mir auch gut bekam.

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dx2
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Re: Rückkehr in die "alte" Einheit

Beitrag von dx2 » 07 Okt 2009, 19:36

Hallo

Du hast also deine FDU auf der Heimreise angezogen, 2 Pullen Schnaps gekauft und dich volllaufen lassen. Willst du uns verarschen? Das glaube ich dir niemals, oder hast du die DE nicht kapiert. Warum wurden denn deine Sachen untersucht bei der Rückkehr in die Einheit, das wäre mir neu wenn sowas gemacht wurde. Hat einer ähnliche Erfahrungen?

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harald
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Re: Rückkehr in die "alte" Einheit

Beitrag von harald » 08 Okt 2009, 11:19

Da muss ich dx2 schon Recht geben, in FDU und Angermünde Mitropa-Schnaps ist mir genauso unvorstellbar.
Zumal auch in den Zügen und Bahnhöfen genügend Kontrollen auch verdeckt gelaufen sind. Schon auf Grund der FDU wärst du gar nicht weit gekommen ohne kontrolliert zu werden.

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