Dokumentation der Schwedt-Zeit im WDA?

insbesondere Geschichtsaufarbeitung und Dokumentenlage
Slawi1
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Re: Dokumentation der Schwedt-Zeit im WDA?

Beitrag von Slawi1 » 30 Jan 2016, 23:05

Wer nie da war mußte auch nich Nachdienen
Stet doch dort eindeutig
Aber ich denke Detlef wird uns aufklären

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Detlef
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Re: Dokumentation der Schwedt-Zeit im WDA?

Beitrag von Detlef » 31 Jan 2016, 21:10

Zuerst geht die Antwort an MarioMüller (und natürlich auch an alle anderen Interessierten Leser):

Sehr gut aufgepasst! In der Tat musste ich meine 3 Monate Schwedt nicht nachdienen. Die drei Monate 1987 waren Reservistenzeit (spekulativ könnte man sagen, die NVA hat sich die drei Monate nachträglich von mir „geholt“, da es ja auch hieß, …“wer in Schwedt war, brauche nicht mehr zur Reserve…“- das ist aber auch nur eine Spekulation.

Die zweite Antwort geht an Tina (und natürlich auch an alle anderen Interessierten Leser):

Ich habe mich hier im Forum am 15. Juli 2012 angemeldet. Bereits einige Wochen später, am 21. August 2012 habe ich zum Thema „Nachdienzeit“ mit meiner persönlichen Erfahrung dem Forum mitgeteilt:

„hallo an Euch,

um es gleich vorab zu sagen: ich musste meine 3 Monate in der Diziplinareinheit NICHT nachdienen.
Ich komme mir damit schon etwas exotisch vor, weil ja jeder schreibt, dass er nachdienen musste.
Die "Begnadigung" bekam ich aber erst an dem Tag der eigentlichen Entlassung aus dem Grundwehrdienst.( FTB 8, Marxwalde, April 1984 )Nachdem alle anderen ihre Wimpel oder sonstwas bekamen und aus der Kompanie raus waren, musste ich noch einmal zum Kommandeur, der es mir dann mitteilte, dass ich auch nach Hause durfte.

Also, es gab auch Ausnahmen- und ich war eine davon.

Um Spekulanten gleich den Wind aus den Flügeln zu nehmen: ich war nicht in der Partei, ich war nicht bei der Stasi oder irgeneinem andern Verein, der mir das hätte ermöglichen können….“


Siehe... Foren-Übersicht » Vorstellung von Nutzern » Zeitstrahl» Nachdienzeit


Ja, Slawi, und Dir gebe ich zum Schluss Recht: Erst eine vernünftige Antwort auf eine einfache Frage, wie die von MarioMüller, beugt Spekulationen vor beschränkt sich auf das Wesentliche.

Ich hoffe, mit meiner Ablichtung aus dem WDA und den dazugehörigen Worten, Euch weiter geholfen zu haben.

Alles Gute für Euch… und bleibt neugierig auf die Vergangenheit.
Detlef
3 Monate Strafdienst in der Disziplinareinheit vom 20.09.1983 bis 15.12.1983
Es ist geschehen und folglich kann es wieder geschehen. Darin liegt der Kern dessen, was wir zu sagen haben.

tina
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Re: Dokumentation der Schwedt-Zeit im WDA?

Beitrag von tina » 04 Feb 2016, 20:15

Wieder etwas gelernt. Sorry wenn ich nicht alles gelesen habe, was jeder hier schrieb, früher. Hattest vielleicht einen guten Kommandeur. Einige wenige soll es ja gegeben haben. Auch Fähnriche, stimmts, Achim Dell ?

MarioMüller
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Re: Dokumentation der Schwedt-Zeit im WDA?

Beitrag von MarioMüller » 05 Feb 2016, 23:07

Jeder besseren Einsicht geht ein gewisses Mutmaßen voraus - das liegt wohl in der Natur der Sache. Und natürlich darf sich jeder seine Gedanken machen, wenn sich derartige Fragen aufdrängen. Dennoch möchte ich mich hier der Mahnung des Stasi-Forschers anschließen, keine voreiligen Schlüsse zu ziehen.

Da die Fragestellung des Stasi-Forschers allerdings bereits die Annahme implizierte, dass der Schwedt-Aufenthalt im WDA möglicherweise nur durch das spätere Entlassungsdatum erkennbar war, wäre es freilich sinnvoll gewesen, Detlefs Ausnahmefall, in dem das Entlassungsdatum eben gerade keinen Rückschluss zulässt, entweder gar nicht erst als Beleg zu bringen oder wenn schon dann doch zumindest dahingehend zu kommentieren. Es kann schließlich nicht vorausgesetzt werden, dass jeder Leser sämtliche Beiträge aller Rubriken gelesen hat oder sich an jede gelesene Einzelheit erinnert. Insofern ist Detlefs zwischenzeitlich erfolgte Stellungnahme erhellend. Seine Antworten und sein Verweis auf einen früheren Beitrag in der Rubrik Nachdienen bringen mir weitere Zusammenhänge in Erinnerung. Da diese dann konkret zum Thema Nachdienen gehören, würde ich meine Erinnerungen dazu an dortiger Stelle beitragen, sobald es meine Zeit erlaubt.

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