Kriterien zur Verurteilung

zwischen Disziplinareinheit und Militärgefängnis
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Dresdner
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Re: Kriterien zur Verurteilung

Beitrag von Dresdner » 21 Jul 2009, 21:51

Ein Problem war die fehlende einheitliche Rechtssprechung.
So konnte für den selben Straftatbestand durchaus unterschiedlich eine Verurteilung erfolgen.
Selbst durch das Oberste Gericht der DDR - welchem die Militärgerichtsbarkeit juristisch unterstand, rügte diesen Umstand.
Wenn ich Zeit habe, suche ich mal das entsprechende Dokument dazu raus.

dresdner

85/86
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Re: Kriterien zur Verurteilung

Beitrag von 85/86 » 22 Jul 2009, 22:36

Genau wie es Zippl 65 beschreibt , vor der Einheit und vor der Verurteilung wurde ich vom UaZ zum Gefreiten degradiert.

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Polo
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Re: Kriterien zur Verurteilung

Beitrag von Polo » 23 Jul 2009, 00:52

Hallo Zippl und alle zusammen,
kann mich noch sehr gut an die Verabschiedung von meiner Einheit erinnern. Mir wurden diese Schulterstücke vor versammelter Mannschaft abgeschnitten und ich war froh darüber, daß ich diesen Mist los war.
Degradiert werden konnte ich nicht, denn die Bezeichnung "Untersoldat" gab es nicht.
Gruß Polo

Kurt
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Re: Kriterien zur Verurteilung

Beitrag von Kurt » 23 Feb 2010, 18:16

Hallo Dresdner, Das mit dem Offz.ist mir auch bekannt.soll von einer KFZ-Einheit sein und er einen Unfall verursacht haben,
aber nicht allein,hat die Schuld von anderen beteiligten auf sich genommen. Meine Kollegen die Arbeiten in diesem Objekt
durchgeführt haben,Außentor und andere Schlosser-Arbeiten haben es da erfahren.Ich habe das Tor mitangefertigt.
Schlosserei DLK Schwedt. Meine Frau hat mit Kollegen Verdunklungen im Objekt angebracht. ich war kein Insasse.
Gruß Kurt

petzi
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Re: Kriterien zur Verurteilung

Beitrag von petzi » 03 Mär 2010, 12:03

servus an alle schwedter!!!
also mir wurden die schulterstücke in der U-Haft abgenommen,ich wurde nach meiner entlassung aus schwedt zum gefreiten degradiert wenn man das so nennen darf hatte haber noch die dienststellung als fahrlehrer meines MT-LB. ein halbes jahr später bekam ich dann meine """GURKENSCHALEN"""" zurück.manche wunderten sich warum trägt der kragenspiegel und hat gefreitenschulterstücken,aber das hat man verschwiegen!

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Macky
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Re: Kriterien zur Verurteilung

Beitrag von Macky » 17 Mär 2010, 12:35

Das Phänomen mit der Kragenumrandung und dem Winkel auf dem Ärmel hatten wir bei uns im Regiment sehr stark, denn fast alle Fahrer bei uns waren UAZ und hatten es geschafft sich die Gurkenschalen abnehmen zu lassen. Also war das schon keine Seltenheit mehr. Wo ich mir aber Vorstellen kann, das man da blöd angeschaut wurde wenn die Kragenumrandung und die Schulterstücke nicht übereinstimmen, ist in einem Ausbildungsregiment wie dem AZ 20 in Eggesin.
BU 1988- 1990; GG Führer; 2. FZ Führer

Kamenzer
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Re: Kriterien zur Verurteilung

Beitrag von Kamenzer » 31 Okt 2012, 19:52

Hallo Alle zusammen.

auch ich bin als Gefreiter rein und als Gefreiter raus. Mit dem Offizier (Leutnant) stimmt. Er war, als ich von Juli 1981 bis November 1981 hier einsitzen durfte in den Armeeknast Schwedt gekommen.
Er war durch einen Unfall in der Nähe von Marienberg, wo es, man sprach von drei toden- und einigen verletzten Soldaten die Strafe dort abbrummen. Er trug den Namen Obst und war zu meiner Zeit GdKC.

MfG Kamenzer

Lacrimo

Re: Kriterien zur Verurteilung

Beitrag von Lacrimo » 09 Nov 2012, 17:54

Hallo Frank12,

ich wurde vor dem Militärgericht Halle wegen Unterlassung einer Anzeige einer Fahnenflucht im schweren Fall zu einem Jahr verurteilt und während der U-Haft beim MfS zum Soldaten degradiert, der Prozeß war unter Ausschluß der Öffentlichkeit. Vor dem Prozeß bekamen wir zivile Kleidung, die wir während der gesamten Verhandlung anhatten. Auf Transport nach Schwedt hatten wir Uniform an, die Schulterstücken wurden uns in Schwdt abgenommen,

Viele Grüße Lacrimo

guetschli
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Re: Kriterien zur Verurteilung

Beitrag von guetschli » 11 Nov 2012, 15:33

Wer Hoch will, fällt tief. Ich bin aus èberzeugung immer (20 Monate) Sold. geblieben. Konnte somit auch nie Degradiert werden. Wo ist das Problem ??
Warum will man dann Gefreiter werde(Minderwertikeitskomplexe ?? Macht ??) das selbe gilt auch für Uffz und BU
LG guetschli
2 Monate Strafdienst in der Disziplinareinheit 04.01.1984-03.03.1984

Kamenzer
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Re: Kriterien zur Verurteilung

Beitrag von Kamenzer » 11 Nov 2012, 19:58

Hallo Quetschli,

mir war der Gefreite scheiß egal und ich wollte auch nicht hoch hinaus. Habe die Verpflichtung zu drei Jahren zurück gezogen und Machgeil, das kannste Dir klemmen, war ich nie. Also hatte ich auch damit kein Problem. Du mußt das eigendlich wissen, man wurde automatisch zum Gefreiten gemacht. Minderwertigkeitskomplexe hatte ich früher nicht und ich stehe auch jetzt mit beiden Beinen fest im Leben. Ja manche haben vieleicht an Selbstbewustsein gelitten, was ich verstehen kann und ich kann auch denen mitfühlen, aber mein Charakter war schon immer stark und ein Weichei war ich noch nie. Habe nur früher einiges verkehrt gemacht. Körperverletzung ist nicht das Mittel um was zu erreichen, das mußte ich im Leben feststellen. Schade das es auf der Welt noch soviel Gewalt gibt, leidtragende sind nur die Menschen und die Natur der Erde. Vergleiche nur den Sozialismus und den Kapitalismus, ich sage nur alles beides Mist. Diese beiden Systeme schaden der Erde und den Menschen und Tieren, die hier leben.
In diesem Sinne, man ist geboren um zu kämpfen. Als Schwerbehindertenvertreter im Landratsamt Bautzen gibt es für mich eine klare persönliche Aufgabe und die besagt den Schwächeren zu helfen unter der indianischen Weisheit.
"Wenn Du am Ende Deines Lebensweges stehst, schaue zurück und frage Dich, welche Lebewesen waren darüber glücklich das ich gelebt habe"

MfG der Kamenzer

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